Foto: © Deutsche UNESCO-Kommission / Thomas Müller

Ausgezeichnetes Netzwerk

Am 20. November fand im Rahmen des UNESCO-Welt­ak­ti­ons­­­pro­­gramms die Auszeichnung 2019/2020 für Lernorte, Netzwerke und Kommunen statt, die sich für Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) einsetzen.

Unser Netzwerk 17plus ist von der Deutschen UNESCO-Kommission in der Kategorie Netzwerke ausge­zeichnet worden. Die Regio­nal­gruppe »Gemeinwohl-Ökonomie Minden-Lübecke und Ethischer Welthandel OWL« ist Initia­torin und Trägerin des Netzwerk 17plus und der gleich­na­migen Webplattform.

So begründet die Jury ihre Entscheidung:

Aus einer für die Mindener Nachhal­tig­keits­woche entstan­denen Webplattform hat sich ein regio­nales Netzwerk entwi­ckelt, das vorbildhaft dazu beiträgt, Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Breite zu tragen und in der Region zu verankern. Die Netzwerk­partner zeigen beispielhaft, wie sich eine Region auf den Weg in Richtung Nachhal­tigkeit machen kann!

Foto: © Deutsche UNESCO-Kommission / Thomas Müller

Die Auszeich­nungsgala fand im Berliner Zukunfts­museum Futurium parallel zu einer bundes­weiten BNE-Konferenz statt. Zu den Gründungs­partnern unseres Netzwerks gehört auch die BUND-Kreis­gruppe Minden-Lübbecke, deren Vertre­terin Kornelia Fieselmann mit uns zusammen die Urkunde von Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsi­dentin der Deutschen UNESCO-Kommission und Christian Luft, Staats­se­kretär im Bundes­mi­nis­terium für Bildung und Forschung entgegen genommen hat.

Hintergrund

Wir sehen die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung als wichtigen Beschleu­niger zur Umsetzung der UN-Nachhal­tig­keits­agenda 2030 und des Pariser Klima­abkommens. Begleitend zur Gründung unserer GWÖ-Regio­nal­gruppe 2017 haben wir 17plus als Web-Plattform für die erste Mindener Nachhal­tig­keits­woche (MiNaWo) gegründet. Die Zahl 17 verweist auf die 17 Nachhal­tig­keits­ziele der UN-Agenda 2030 und das Plus verbindet unser Stadt-Motto »Minden – die Stadt mit dem Plus« (= Wasser­stra­ßen­kreuz) mit Offenheit für neue Partner und Initia­tiven in der Region und darüber hinaus.

Mit den SDGs über die SDGs hinaus – inzwi­schen steht 17plus auch für das Netzwerk selbst. Wir sind ein Aktions­netzwerk, und um einen langen Atem zu haben, muss Weltretten Spaß machen! Nachbar­schaften, Quartiere, Stadt und Region sollen Gewächshaus für nachhaltige Ideen sein und überall sollen experi­men­tier­freudige Reallabore für trans­for­ma­to­rische Projekte entstehen.

Hinter 17plus steht die Überzeugung, dass wir die globalen Heraus­for­de­rungen nur als Gemein­schaft meistern können. Unsere Motto-Frage »Was soll dasein, wenn das, was wir nicht wollen, verschwunden ist?« soll uns helfen, kreative Ideen und Lösungen zu erfinden und die große Trans­for­mation in eine kinder- und enkel­taug­liche Zukunft im Quartier und in der Stadt, regional und vernetzt mit überre­gio­nalen Partner*innen zu gestalten – über Genera­tio­nen­grenzen hinweg halten wir Mitent­scheidung und Mitge­staltung für wichtige Säulen nachhal­tiger Entwicklung in der Region.

Zur Auszeichnung hat wesentlich die Arbeits- und Kommu­ni­ka­ti­ons­plattform forum.17plus.org beigetragen. Die Plattform besitzt öffent­liche und interne Arbeits­räume und funktio­niert wie ein Soziales Netzwerk, über das man Ideen entwi­ckeln und planen und gemeinsam an der Zukunft arbeiten kann. Mitwirken kann jede*r Inter­es­sierte. Das Engagement ist nicht auf den Mindener Raum beschränkt. So gibt es u.a. einen Arbeitsraum für jedes der 17 Agenda-2030-Ziele, Räume für verschiedene GWÖ-Gruppen und ‑Aktivi­täten, zur Vernetzung für BNE-Aktivi­täten im Mindener Land und die Wandeltage ins Mindener Land, die im September 2020 wieder statt­finden werden.

Mehr zur Auszeichnung auf dem BNE-Portal des UNESCO-Weltak­ti­ons­pro­gramms und auf der Portal­seite zu unserem Netzwerk.

Herzlich laden wir Euch ein, Euch im Forum.17plus.org anzumelden und mit den anderen Partner*innen im Netzwerk 17plus an einer enkel­taug­lichen Zukunft mitzu­wirken!